Jay-Z. Diddy. Mary J. Blige. Outkast. Nas. Russell Simmons. Chuck D.
Das sind nur ein paar der HipHop-Legenden, die Teil der Fotoausstellung “American Royality” sind, die aktuell ihre Premiere bei Le Fix in Kopenhagen feiert, einer 1999 gegründeten Brand, die gleichzeitig auch Streetwear- und Sneakerstore, Tattoo-Studio und Gallerie ist.

Wir waren bei der Vernissage vor Ort und haben euch ein paar Eindrücke von der wirklich gelungenen Veranstaltung mitgebracht.

Jamil GS hat von zu Hause aus schon viel Kreativität mit in die Wiege gelegt bekommen.
Geboren ist er 1971 in Dänemark als Sohn der Dänin Maiken Gulmann und des Amerikaners Sahib Shihab, einem der Gründer des Bebop Jazz. Dieser multikulturelle Background und der frühe Kontakt zur Musik haben ihn geprägt und eine Basis für seinen weiteren kreativen Weg geschaffen. Er hat früh mit Graffiti angefangen, aber als er mit 16 gebusted wurde, hat er diese Karriere an den Nagel gehangen und sich der Fotografie gewidmet, genau das richtige Medium um seine Generation widerzuspiegeln.

Das Leben seines Vaters war von Jazz geprägt und in seiner Jugend hat dieser in seiner Heimatstadt New York neben solchen Größen wie Thelonious Monk, Charlie Parker, John Coltrane und Miles Davis auf der Bühne gestanden. Dementsprechend groß war auch seine Plattensammlung und die Bildsprache der Blue Note Plattencover hat großen Einfluß auf Jamils Arbeit geübt. Als sein Vater im Jahr 1989 verstarb, beschloss Jamil, nach New York zu ziehen. Dort wollte er erleben, in welchem Umfeld sein alter Herr unterwegs war und kam daraufhin aber auch schnell vm Jazz zum HipHop, der zu der Zeit richtig aufblühte und die Anfänge der Golden Era prägte. In seinen Fotografien spiegelte er die Verschmelzung von Kunst, Musik und Fashion in dieser Szene wider und seine Karriere begann, Fahrt aufzunehmen. Sein erster Kunde aus der Musikbranche war Payday Records und für diesen Auftrag sollte er Promo-Fotos von einem unbekannten Nachwuchsrapper aus Brooklyn machen, der auf den Namen Jay Z gehört hat.

1994 sind Fotografien von Jamil im renommierten i-D Magazin im Rahmen eines “International Street Fashion”-Specials gefeatured worden, was seiner Karriere zu noch mehr Aufschwung verhlden hat. Im folgenden sind diverse andere Mags dazugekommen und der Look seiner Fotos ist als “Ghetto Fabulous” bekannt geworden, was für den Mix aus Street und Fashion beschreibt, den er in Brooklyn, Harlem, Queens und der Bronx eingefangen hat.
Das Victoria and Albert Museum (V&A) in London hat 1997 ein paar seiner Werke für eine Ausstellung gekauft und seitdem hingen viele seiner Fotografien in Museen neben Künstlern wie Mario Testino und Helmut Newton (Fashion Photography of the ‘90s) und Jürgen Teller, Irving Penn und Richard Avedon (Selling Dreams: 100 Years of Fashion Photography).

In der Le Fix Gallery feiert er nun die Premiere seiner Einzelaustellung “American Royality” und zur Vernissage am 06. Oktober ist einiges aufgefahren worden. Rapper-Legende Jeru the Damaja aus New York ist aufgetreten und hat die Besucher der Ausstellung mit seiner Performance in den richtigen Mood gebracht. Das DJ Set von Tue Track hat das ganze dann noch entsprechend abgerundet.
Natürlich hat Jamil GS durch die Austellung geführt und es gab einen Talk mit ihm und Jeru the Damaja, der von Fergus Murphy, Musik-Redakteur des Bitchslap Magazins geleitet wurde.
Das Bitchslap Magazin hat zusammen mit Le Fix, Sonos, Granit und Jameson dieses Event auf die Beine gestellt.

Die Ausstellung findet noch bis zum 11. November statt, wer also bis dahin zufällig in Kopenhagen sein sollte und sich für Fotografie und/oder Street- und Musikkultur interessiert, sollte unbedingt bei https://www.le-fix.com vorbeischauen.

Fotos: Bobby Anwar für Sonos