Denkt man an Streetwear und Fashion aus dem asiatischen Raum, kam einem lange Zeit als erstes Japan in den Sinn. Seit ein paar Jahren ist aber auch Südkorea, in dessen Hauptstadt auch zweimal im Jahr die Seoul Fashion Week stattfindet, ganz vorne mit dabei. Wenn man sich einmal die Street Style Fotos anschaut, die im Rahmen der Fashion Weeks stattfinden, erkennt man das große Potential und das enorme Modebewusstsein der Leute vor Ort. Der Grund hierfür liegt in der Offenheit und im fehlenden Scheuklappendenken der koreanischen Designer. Westliche Einflüsse sind omnipräsent und werden mit der asiatischen Kultur vermischt und besonders an solchen unwichtigen Faktoren wie Geschlecht wird sich wenig orientiert und vieles wird unisex designed und produziert. K-Pop und technische Innovationen tragen zudem dazu bei, dass Südkorea in der westlichen Welt immer mehr ins Bewusstsein

rückt und so werden auch die heimischen Brands und Designer immer präsenter wurden.
Um ein weiteres sehr interessantes Brand aus Südkorea handelt es sich bei Used Future. Der Gründer Dong In Lee hat 2007 an der Sung Kyun Kwan University seinen Abschluss als Fashion Designer gemacht und fing im Anschluss bei einer der größten koreanischen Textilunternehmen an, wo er zusammen mit hunderten von anderen Designern an sechs Tagen in der Woche an einem winzigen Schreibtisch Zeichnungen nach Zeichnungen, Designs nach Designs für den Massenmarkt

angefertigt hat.
Den ersten Push in Richtung Fashion Design erhielt er in seiner Jugend, wo er stark mit der Punk Kultur und -Szene verbunden war. Hier war es üblich, in guter alter DIY Manier, seine Klamotten zu zerreißen oder zerschneiden und sie hinterher abgewandelt wieder zusammenzunähen. Nachdem er diese Sturm und Drang Phase hinter sich gelassen hat, hat er aber diesen Aspekt mitgenommen und im Studium verfeinert. 2009 – nach zwei Jahren non-stop Lohnarbeit – hat Dong In Lee dann beschlossen, sein eigenes Brand zu gründen. Die größte Inspiration hierfür ist dabei die Stadt in der er lebt und groß geworden ist. Seoul ist eine Metropole voller Gegensätze, auf der einen Seite findet man hier einen starken westlichen Einfluss, gepaart mit einer modernen Demokratie, die auf eine Historie des Feudalismus stößt. Diese Gegensätze finden sich in der Konsequenz im

Brandnamen wieder. Used Future. Ein Paradoxon. In Zeiten von Kurzlebigkeit entschied sich Dong für Zeitlosigkeit und seine Designs wirkten teilweise wie aus einer anderen Zeit. Er hat schon früh den Ansatz gehabt, klassische Silhouetten und Looks mit modernen Elementen zu kombinieren und spiegelt so den globalisierten Schmelztiegel seiner Heimatstadt wider.
Ursprünglich war Used Future als reines Menswear Brand geplant, aber auch hier ist Dong schnell darüber übergegangen, seine Designs unisex anzulegen. Seine Kollektionen sollen keine Grenzen kennen.
Den ersten internationalen Buzz hat Used Future mit der Fall/Winter 2012 Kollektion erzeugt und hat die Aufmerksamkeit der internationalen Fashion Szene auf sich gezogen. Überzeugt haben hier auch wieder die modernen Twists auf klassischen Teilen, wie auf Biker Jacken, Strickpullovern und Varsity Jacken. Auch die internationale Presse hat Used Future gefeatured. Dazed and Confused, GQ, Vogue – in renommierten Fashionblättern konnte man die neuesten Looks der südkoreanischen Brands finden.
2016 gab es den nächsten Schub, als Used Future von den Lesern von Highsnobiety unter die drei besten Brands der Kategorie „Under the Radar“ gewählt wurde. Die Fall/Winter 2016 Kollektion konnte zurecht mit ihren Teilen überzeugen. Hoodies und Jacken, die oversized geschnitten sind, Jogging und Trackspants, Pufferjackets in silber – alles starke Teile. Ein knalliges Orange und große Prints haben ihr übriges getan, um der Brand die verdiente Aufmerksamkeit zu bescheren.
Wir freuen uns, dass wir euch dieses aufregende Brand nun auch präsentieren können. Schaut bei uns im Store in Kreuzberg vorbei oder checkt Used Future in unserem Online Shop und überzeugt euch selbst.