Mit dem Release des adidas FYW S-97 beschreitet adidas Consortium neue Wege, da man von der üblichen Consortium-Vorgehensweise mit Kollaborationspartnern abweicht. Damit handelt es sich bei diesem Produkt um ein reines In-House Projekt.
Bei Overkill könnt ihr den FYW S-97 ab dem 16. Februar 2019 bekommen. Zunächst geht der Schuh um 0:00 Uhr in den Onlineshop. Die dort bis zur Öffnung unseres Ladengeschäftes um 11:00 nicht verkauften Größen können dann auch vor Ort in der Köpenicker Straße 195A erworben werden.

Mit dem FYW S-97 ist aber nicht alles neu, adidas greift auch auf Altbewährtes zurück. Man holt nach dem Yung 1 und dem Falcon wieder eine Running Silhouette der 90er Jahre aus den reichhaltigen Archiven, um ihn zu modernisieren und einen zeitgemäßen Look zu verpassen. Wer sich nun hinsetzt und in den Weiten des WolrdWideWeb nach dem Original sucht sollte allerdings wissen, dass der ursprüngliche Name des Schuhs adidas EQT Salvation ist. Also Obacht bei der Suche. Als Schuh der adidas Equipment Range, welches in den 90ern der Nachfolger der adidas ZX-Serie war, hatte auch der Salvation das

Torsion-System in der Sohle verbaut. Der nun auf den Markt kommende FYW S-97 ist eines von diversen Modellen, mit denen adidas in diesem Jahr das 30jährige Jubiläum eben jenen Torsion-Systems feiern wird. Das Torsion-System ist eine Art Stab, in den 90ern auch gerne Torsion-Knochen genannt, verbindet den Vorderfuß mit dem hinteren Bereich des Fußes, um es diesen beiden Bereichen des Fußes zu ermöglichen, sich unabhängig voneinander zu bewegen, wodurch die Belastung der Füße beim Sporttreiben abnimmt. Diese Entwicklung stammt, wie oben bereits erwähnt, ursprünglich aus den Jahr 1989 und wurde erstmalig in der ZX-Serie verbaut, die auf die adidas Designlegende Jacques Chassaing zurückgeht. Bis heute wird das Torsion-System in Performance-Schuhen von adidas eingesetzt. Ein weiteres technologisches Highlight des OG Salvation und des FYW-97 war und ist die damals recht neuartige “Feetyouwear“ Sohle, die am Salvation erstmalig im Running Bereich verbaut wurde.  Die “Feetyouwear“-Technologie ist optisch ein absoluter Hingucker, da die Sohle der Form der Füße nachempfunden ist, wodurch sie sehr massig und klobig wirkt – also genau so, wie es heute von vielen gefeiert wird. Der Vorteil an ihr ist, dass die Sohle dadurch die natürlichere Bewegung der Füße im Schuh unterstützt, den Füßen dadurch mehr Halt und Stabilität gibt und somit typische Sportverletzungen wie Umknicken der Fußgelenke reduzieren soll. Als Dämpfungsschutz hat adidas damals wie heute Adiprene in der EVA-Midsole eingesetzt, welches ein reaktionsschnelles Laugefühl bewirkt. Man muss also wirklich sagen, dass der Schuh technische Maßstäbe im adi-Kosmos gesetzt hat.

Der hier zu sehende FYW S-97 hat eine Base aus hellem Mesh, auf dem weiße Overlays vom Quarter, über den Mittelfuß, bis hin zur Toebox reichen. Blaue und rote Details sind an der Mittelsohle, der Toebox, dem Lining und dem Heel, sowie am Lacing zu finden. Die Eyestays haben eine sogenannte “Wired Construction“. Dabei werden die ins Leder gestanzten Senkellöcher für die Schnürung durch flexiblere Bändchen unterstützt, welche wohl das Tragegefühl verbessern sollen. Auf der Zunge prangt ein riesiges rotes adidas Equipment Logo, das von einem dunkelblauen FYW S-97 Lettering untermalt wird. Die drei Equipment Streifen sind außerdem als eine Art Lace-Jewel als Verbindung zwischen Senkel und Toebox zu finden, wie auch auf dem Heel Tab. Als kleines optisches Design-Highlight ist das “Feetyouwear“ Freddie-Face-Logo auf der Midsole anzusehen, das bereits bei der Einführung der FYW-Technologie in den 90ern sympathisch auf jedem Schuh lauerte.

Verpasst also nicht dieses technische Highlight aus dem adidas Consortium Segment, das ab morgen, 16. Februar 2019, 0:00 Uhr in unserem Overkill Onlineshop und ab 11:00 Uhr im Ladengeschäft erhältlich sein wird.

Text: Ernie Beckmann