Da wir bei Overkill ja ganz gerne interessante und lokale Projekte unterstützen, lag es nur nah, mich mal mit meinen alten Kollegen Valerie & Eirik zu treffen, um mehr über ihr ehrgeiziges Projekt „SURF ERA” zu erfahren. Zusammen mit zwei weiteren Teammitgliedern wollen sie in Berlin den ersten Surfpark des europäischen Festlands errichten. So weit, so ambitioniert. Ich treffe die Beiden im Südosten Berlins und erfahre von Eirik, dem Initiator des ganzen Projekts, dass sie mit ihrer Idee schon Stipendien gewonnen haben, welche Ihnen ermöglichen, ihr Vorhaben weiter voranzutreiben. Doch um was genau geht es bei SURF ERA eigentlich? Die vier Mitstreiter wollen den Spagat zwischen Surfspaß und einem umweltschonenden Lebensstil schaffen. Ein Flug zu den Surferparadiesen nach Australien oder Südafrika steht nicht im Einklang mit der in den Surferkreisen weit verbreiteten, bewussten Nachhaltigkeit. Der

von ihnen konzipierte Surfpark simuliert, anders als schon bestehende Anlagen in Deutschland, den Ozean …d.h. man arbeitet nicht mit stehenden Wellen, sondern kann auf einer Länge von 150 Metern die Welle komplett surfen – und das in einer Frequenz von circa 8 Sekunden. Dass solch ein Mammutprojekt natürlich riesige Mengen an Ressourcen verschlingt, wurde von dem Quartett von Anfang an bedacht. Valerie, welche nach eigenen Aussagen noch nie in einen Neo gepinkelt hat (Anm. d Red.:  NEVER), erklärt uns wie sie trotz des hohen Energieaufwands eine bilanzielle CO2 – Null erzielen wollen: „Mit Hilfe einer reversiblen und lichtdurchlässigen Dachkonstruktion, welche aus Luftkissenfolie besteht, ermöglichen wir nicht nur ganzjähriges Surfen unter freiem Himmel, sondern gewinnen so auch einen Teil der von uns benötigten Energie. Zusätzlich dazu werden wir mit vertikalen

Windkraftanlagen, Wärme- und Abwasserrückgewinnung sowie dem chemischen Speichern von alternativ gewonnener Energie dafür sorgen, dass die komplette Anlage sich komplett autark und umweltverträglich selbst trägt.” Davor ziehen wir unseren Kunstlederhut. Doch damit nicht genug der guten Ansätze: auch im sozialen Bereich setzt SURF ERA auf Nachhaltigkeit und möchte in Zukunft die soziale Arbeit fördern und das Wellenreiten unter anderem als Therapie und Instrument der Zusammenarbeit einsetzen. Gerade im Weißwasserbereich kann man spielend den Umgang und das Verhalten im Wasser üben. Dass der Wavepark auch als Begegnungsort auf unterschiedlichen Ebenen fungieren soll, zeigt das Umfeld, in welches der Pool eingebettet ist. Neben weiteren sportlichen Aktivitäten wie zum Beispiel Bouldern & Beachvolleyball wird es natürlich auch entsprechende Gastro – und Übernachtungsangebote geben.Wir finden: SURF ERA ist nicht nur ein Gewinn für die 25.000 organisierten Surfer in Berlin & Brandenburg, sondern wertet das Freizeitangebot der Stadt immens auf und lässt auch den (noch) Nicht-Surfer freudig in die Zukunft schauen. Von dem Mehrgewinn für Berlin als Tourismusstandort mal ganz zu schwiegen.Wenn ihr auch Bock auf „Endless Summer” und lockeres Wellenreiten in Berlin habt, dann schaut doch mal auf der Crowdfunding Seite von SURF vorbei und unterstützt die Mädels und Jungs dabei, ihre Ziele zu erreichen.

Viel Erfolg und Hang Loose

Julian